berufsbegleitende Ausbildung

Der praxisnahe Weg

 

Empfehlung

Wir empfehlen diesen Weg Menschen, die vor ihrer Aufnahme einer Tätigkeit in der Kita bereits umfassende berufliche und persönliche Erfahrungen, insbesondere im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, gesammelt haben. Wer theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen miteinander in Verbindung bringen möchte und selbst für sein (bescheidenes) Einkommen sorgen muss, ist hier gut aufgehoben.

 

Zulassungsvoraussetzungen

  • Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife, oder
  • Mittlerer Schulabschluss und eine berufliche Vorbildung (abgeschlossene Berufsausbildung); ein Mittlerer Schulabschluss ist auch durch eine zweijährige Ausbildung zum Staatlich geprüften Sozialassistenten an einer Berufsfachschule zu erwerben, wenn die Ausbildung mit einer Gesamtdurchschnittsnote von mindestens 3,0 absolviert wird und Fremdsprachenkenntnisse nachgewiesen werden, die einem 5-jährigen Fremdsprachenunterricht entsprechen.
  • An einigen Schulen finden Eignungsgespräche statt.
  • Halbtags (mind. 19,5 h/Woche) ausgeübte, sozialversicherungspflichtige erzieherische Tätigkeit in einer Kita/sozialpädagogischen Einrichtung und Einverständnis des Arbeitgebers mit der Ausbildung

 

Ausbildungsort

Staatliche Fachschulen für Sozialpädagogik oder staatlich anerkannte bzw. staatlich genehmigte Fachschulen für Sozialpädagogik („Privatschulen“)
Adressen und Kontaktdaten aller Fachschulen für Sozialpädagogik in Berlin finden Sie unter Ausbildungsstätten.

 

Ausbildungszeit

3 Jahre, an den meisten Schulen zwei Schultage und drei Arbeitstage (19,5 bis 28 h/Woche erzieherische Tätigkeit in einer Kita bzw. sozialpädagogischen Einrichtung)

 

Kosten

Kostenfrei an den staatlichen Fachschulen, Ausbildung erfolgt im Schülerstatus.
An Fachschulen in freier Trägerschaft kann Schulgeld erhoben werden, die Erzieherausbildung ist aber auch hier seit August 2016 in der Regel kostenfrei (wenn die jeweilige Schule von der Möglichkeit der Förderung durch ein durchschnittliches Schulgeld Gebrauch macht).

Die Tätigkeit in der Kita wird als „Anstellung in der Tätigkeit einer Erzieherin“ vergütet. Im für den Berliner Öffentlichen Dienst gültigen Tarifwerk TV-L Berlin, an dem sich auch viele freie Träger orientieren, erfolgt damit eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe 5. Träger können aber auch eigene Haustarife anbieten oder frei verhandeln.

Für den Besuch der Fachschule gibt es  hier keine BAFöG-Förderung.

 

Achtung

„Ausbildungswege“, die als Teilzeitausbildung bezeichnet werden, aber nur 2 Jahre dauern und mit einer „Externenprüfung“ enden, sind keine vollwertige Teilzeitausbildung/berufsbegleitende Ausbildung, sondern sind zumeist Vorbereitungslehrgänge für die Nichtschülerprüfung.

Sonderregelung für Sozialassistent*innen in Vorbereitung auf die berufsbegleitende Erzieherausbildung

Sozialassistent*innen, die über die Zulassungsvoraussetzungen zur berufsbegleitenden Erzieherausbildung verfügen (MSA bzw. Abschluss der Sozialassistentenausbildung mit mindestens 3,0) können vor der berufsbegleitenden Erzieherausbildung für maximal 24 Monate unter Anrechnung auf den Personalschlüssel in den Kitas eingesetzt werden. In dieser Zeit zwischen den Ausbildungen ist dann auch die Grenze von max. 28h für die Anrechnung auf den Personalschlüssel aufgehoben.